April, April ....

Andra von Avalon vor einer Graffitti mit einem lachenden Cartoon-Gesicht

(c) Photo by Darren van Dole

 

Wurden Sie heute schon in den April geschickt?


Was hat es mit dem ersten April auf sich und woher kommt dieser Brauch eigentlich?

Der erste April war das Fest der Göttin der Liebe, die bei den Römern Venus und bei den Griechen Aphrodite genannt wurde.

Die Frauen von damals badeten an diesem Tag die Statue der Göttin, kleideten sie neu an, legten ihr Schmuck um und verbrannten Räucherwerk, um sich die Gunst der Göttin für Liebe, Glück und Fruchtbarkeit zu sichern.

Ob König oder Kellner, Banker oder Bettler - die Liebe macht ja bekanntlich keinen Unterschied zwischen arm und reich. Unsere Hormone und Gefühle fahren Achterbahn, wir tun die verrücktesten Dinge und machen uns gerne zum Narren, weil wir einfach einen Narren am anderen gefressen haben.

Darum gehörte es für die feiernden Frauen am Fest der Venus/Aphrodite auch dazu, närrische Rituale zu zelebrieren als Sieg des Gefühls über die Logik. Daraus entwickelte sich dann der Brauch, an diesem Tag die Leute mit Aprilscherzen in den April zu schicken.

In diesem Sinne wünsche ich allen Liebenden und Verliebten einen närrischen Tag voll netter Neckereien...

 
Liebevolle Gedanken für Mutter Natur...
Geschrieben von: Andra von Avalon
Sonntag, den 14. Februar 2016 um 09:56 Uhr

Andra von Avalon mit den Händen auf dem Menhir des Tumulus de Kercado

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. März 2016 um 14:01 Uhr
 
Das Keltische Neujahr
Samstag, den 31. Oktober 2015 um 08:39 Uhr

Samhain - Schleiertanz zwischen den Welten

 

Wenn es Dunkel ist ziehen gruslige Gestalten in Kindergröße durch die Straßen und  "Süßes, sonst gibt's Saures!" schalt es einem selbstbewußt entgegen, sobald man ihnen die Türe öffnet.

Natürlich gibt es bei mir immer einen Teller mit Süßem, so bekomme ich nie Saures...

© 2004 Photo by Darren van Dole  - Kürbissuppe mit Kürbiskernöl
© 2004 Photo by Darren van Dole - Kürbissuppe mit Kürbiskernöl

Ich wette aber, die kleinen Geister-Racker sind sich mit nichten bewußt, dass sie einen Brauch weiterführen, der sich vom keltischen Neujahrsfest "Samhain" ableitet.

Damals galt es jedoch noch aus ganz anderen Gründen als trendy, sich als Geist zu verkleiden.

Also, das war so ... damals war nämlich die "vermeintlich allwissende" Wissenschaft noch nicht erfunden, und die Menschen fühlten mehr und dachten weniger.
Für sie war die Natur belebt von Naturgeistern - und die Grenzen zwischen dem Dieseits und Jenseits, der Anderswelt und den Dimensionen,  waren für sie nicht wie heute eine Feuerschutzwand, sondern eher eine Art transparent gewebter Vorhang.

© 2004 Photo by Darren van Dole
© 2004 Photo by Darren van Dole

Wir alle fürchten das, was wir nicht kennen.

Unsere keltischen Vorfahren fühlten, dass an Samhain die Schleier zwischen diesen Welten besonders dünn waren und damit der Grenzverkehr in beide Richtungen besonders intensiv stattfand.

Doch was, wenn man sich als Mensch plötzlich inmitten von Geistwesen befinden sollte, ohne dass man es vor hatte und es außerdem vorzog, dort nicht gleich als Mensch erkannt zu werden?
Unsere findigen Vorfahren waren auch hier sehr pragmatisch in ihrer Lösungsfindung - sie verkleideten sich selbst als Geist, und konnten sich so notfalls auch unerkannt in Geisterkreisen bewegen ...

Daraus entwickelte sich dann der Brauch des sich Verkleidens, aber auch Halloweenspiele wie das "Apfelschnappen", denn der Apfel ist seit jeher das Symbol für das ewige Leben und das keltische Paradies Avalon wird darum auch "Die Insel der Äpfel" genannt.

Schneidet man einen Apfel quer durch, dann erblickt man ein Pentagramm - das Symbol für die 5 Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erde und  das fünfte alles verbindende Element "Geist".

Wenn man Samhain feiert, sollte man darum nicht zu mehr als vier oder fünf Personen sein - und jeder der Anwesenden repräsentiert während der Feier eines der Elemente.

Für mich wird Samhain dann ein entspannender, sinnlicher, befreiender und energetisierender Abend, wenn ich zusammen mit den Menschen meiner Wahl  genußvoll esse und trinke und wir uns dabei darüber unterhalten, was im vergangenen Jahr bei jedem von uns passiert ist.

© 2004 Photo by Darren van Dole - Keltische Priesterinnen sind auch Hexen
© 2004 Photo by Darren van Dole - Keltische Priesterinnen sind auch Hexen

Gerade durch das Darüberreden wir einem viel bewußter, was man alles erlebt, geschaffen, geschafft und gelernt hat.

Besonders, wenn die Freunde einem dabei ihre Sicht der Dinge spiegeln, denn oft sind wir viel zu ungeduldig und streng mit uns selbst.
Jeder soll die Dinge mitbringen
, die er besonders mag, gerne und oft benützt oder die ihn schon sein ganzes Leben begleiten.



© 2004 Photo by Darren van Dole  - Altar nach dem Ritual
© 2004 Photo by Darren van Dole - Altar nach dem Ritual

Dazu gehören auch Fotos von uns nahestehenden Menschen, die erst kürzlich oder schon vor längerer Zeit verstorben sind, diese gemeinsam anzuschauen und über sie und das zusammen Erlebte zu reden.
Denn gerade an diesem Tag, werden wir die Verbundenheit besonders fühlen - und vielleicht wollen wir der verstorbenen Person auch noch etwas sagen, zu dem wir zu deren Lebzeiten keine Gelegenheit hatten ...


© 2011 Photo by Darren van Dole  - Mein Urgroßvater im Alter von 18 Jahren ...
© 2011 Photo by Andra von Avalon - Mein Urgroßvater im Alter von 18 Jahren ...

Die Dinge und die Fotos legt und stellt man alle auf einen Tisch, eine Decke oder was auch immer man an diesem Tag als Altar nutzen möchte.
Dann kommt jeder zur Ruhe und überlegt sich, was er im kommenden Jahr weiterverfolgen oder beenden möchte.

© 2004 Photo by Darren van Dole  - Sich zwischen Raum und Zeit begeben ...
© 2004 Photo by Darren van Dole - Sich zwischen Raum und Zeit begeben ...

Daraus leitet sich dann ab, was man als Ziele und Affirmationen kurz und prägnant aufschreibt - pro Thema ein Zettel, wobei es besonders hilfreich für kopflastige Menschen ist, aus den Affirmationen Sygillen zu machen, so dass man später beim Verbrennen das Loslassen viel einfacher ist, weil man eigentlichen Wortlaut "verwandelt" hat in eine magisch anmutende Sygille.

Danach setzt man sich um den Altar, auf dem auch eine feuerfeste Schale stehen sollte, entzündet Kerzen, bedankt sich bei den guten Energien des Universums für ihre Allgegegenwärtigkeit, ihren permanenten Schutz und ihre Führung.

© 2004 Photo by Darren van Dole  - Neue Gedanken, Wünsche und Ziele für's Jetzt ...
© 2004 Photo by Darren van Dole - Neue Gedanken, Wünsche und Ziele für's Jetzt ...


Dann verbrennt man gemeinsam als erstes die Zettel mit den Themen, die man zurücklässt, als nächstes die, mit den Themen,
die man weiterführen will, und schließlich die mit den Wünschen für's neue Jahr.


© 2004 Photo by Darren van Dole   - Papierherzen mit den Sygillen verbrennen ... © 2004 Photo by Darren van Dole
© 2004 Photo by Darren van Dole - Papierherzen mit den Sygillen verbrennen ...

Einfach sein, fühlen, loslassen, willkommen heißen, genießen und sich freuen ...

© 2004 Photo by Darren van Dole   - Die Energie spüren und loslassen ...
© 2004 Photo by Darren van Dole - Die Energie spüren und loslassen ...

Ganz nach Lust und Laune kann man sich auch zusammen an den Händen fassen, sich gemeinsam konzentrieren, jeder das ausprechen, was ihm dazu einfällt, worum er noch bitten möchte ....

Alles ist richtig, solange es echt ist und von Herzen kommt ...

© 2004 Photo by Darren van Dole  - Altar nach dem Ritual
© 2004 Photo by Darren van Dole - Altar nach dem Ritual

Und dann stellt man sich vor, wie diese wunderbare Energie all die mitgebrachten Gegenstände auflädt und damit immer und überall in unserem Leben ist ...

Viel Spaß und ein gesegnetes, neues keltisches Jahr voll Liebe, Licht und Lachen...

Andra

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 31. Oktober 2015 um 10:14 Uhr
 
Auf die Besen - fertig, los!
Geschrieben von: Andra von Avalon

 

Andra von Avalon - mit langen, offenen Haaren auf dem Friedhof der Mönche in in Le Thoronet

(c) Photo by Darren van Dole

Beltane - Fliegen ohne Hexensalbe

 

Heute ist das "Festival of Witches" - in Deutschland heißt es Walpurgisnacht, die Kelten und ihre heutigen Nachfahren nennen es Beltane...

In dieser Nacht entzündeten die Kelten die Beltanefeuer, um nach all den dunklen Tagen der Wintermonate die wiedererwachte Kraft in der Natur und die Sexualität exstatisch zu feiern
.

Kinder, die in dieser Nacht gezeugt wurden, galten alle als die Kinder des Cernunnos, denn es ging damals so wild und ausgelassen her, dass es kaum möglich war, den biologischen Vater zu identifizieren.

Frauen und Männer tanzten gemeinsam um die Feuer und sprangen darüber, um es dann der Hohenpriesterin und dem Hohenpriester gleichzutun, die sich als Repräsentanten der Muttergöttin und des Fruchtbarkeitsgott vereinigten.

Der bayrische Maibaum als Phallus-Symbol, die junge Birke vorm Haus der Angebeteten oder der Besen vor dem der Zicke deuten heute nur noch an, worum es damals sehr direkt ging ... - die Streiche in der Freinacht symbolisieren die Freiheit, eine Nacht lang frei von Zwängen zu sein.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. April 2017 um 09:02 Uhr
 
Frohe Ostern ...
Geschrieben von: Andra von Avalon

Grüner Osterhase mit grünen Lacksandaletten

 

Wenn der Schneehase Regenbogeneier legt ...


Ostern ist benannt nach der germanischen Göttin Ostara, der Göttin des Wachstums, der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus, des Neubeginnt und des Frühlings.

In einer der Geschichten über sie wird erzählt, dass sie in einem Jahr sehr spät kam, so dass der Schnee viel länger liegen blieb und wegen der Kälte ein kleines Vögelchen erfror.
Dieses Vögelchen wurde von einem kleinen Mädchen gefunden, das die Göttin um Hilfe anrief.
Darauf erschien eine Regenbogenbrücke über die Ostera zu dem Mädchen auf die Erde herunterkam, und mit ihren warmen Strahlen ließ sie den Schnee schmelzen und den Frühling beginnen.
Da Ostara dem kleinen Vögelchen nicht mehr helfen konnte, verwandelte sie ihn in einen Schneehasen, der Regenbogeneier legte.
Zu dem kleinen Mädchen sagte Ostara, dass es zukünftig als Zeichen des kommenden Frühlings einfach im Wald nach dem Schneehasen Ausschau halten solle...

Mir kam letztens der Gedanke, dass unseren Vorfahren der Winter das Leben sehr kalt und schwierig erschienen ließen um sie mit den Schattenseiten des Lebens zu konfontieren. Stattdessen werden wir mit eher milderen Wintern seit Jahren in unterschiedlichster Weise mit den Schatten einer globalen Welt konfrontiert.

Diese Begegnung mit den Schattenseiten im Außen bedeutet jedoch automatisch auch die Begegnung mit den Schatten in uns selbst, die genauso zu uns gehören und angenommen werden wollen.
Wenn es uns gelingt, uns selbst mit all unseren Schattenseiten zu lieben, dann transformieren wir sie und beginnen auf einer neuen Ebene neu - und unsere Welt bekommt die Farben des Regenbogens...

Die Botschaft von Ostara ist heute also mehr denn je, uns mehr Zeit für die Versöhnnung mit unseren Schatten zu nehmen.
Dazu passt, dass heute im Fernsehen die Kinderfilme  "Monster AG" und "Drachenzähmen leichtgemacht" gesendet werden.

Das Zitat aus letzterem "Der ewige Krieg unserer Eltern ist unser Krieg" bedeutet, dass wir als Erwachsene zuerst unser inneres Kind heilen müssen, bevor wir Kinder für eine neue Zeit erziehen können.


In diesem Sinne wünsche ich allen ein wunderschönes Osterfest ...

Liebe, Licht & Lachen,
xxx Andra xxx

 
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