Das ganze Leben ist ein Theater
Geschrieben von: Andra von Avalon
Freitag, den 23. Dezember 2011 um 06:59 Uhr
Entertainment - Newsflash


Mein Tip für die Feiertage: "Sommer der Gaukler"

Vorpremiere zum Kinostart des neuen Films von Marcus H. Rosenmüller im Augburger "Mephisto"



Wie schon bei "Wer früher stirbt ist länger tot" und "Sommer in Orange" war ich auch bei diesem Film von Marcus H. Rosenmüller berührt und bezaubert gleichermaßen.

Ich liebe seine Geschichten, die stets einen nicht vorhersagbaren Verlauf nehmen, die gerade deshalb so echt sind, weil sie mit ihrer augenzwinkernden Mischung aus schwarzem Humor, verspielter Leichtigkeit und unprätensiöser Weisheit so surreal scheinen.

Ich versinke in diesen Geschichten wie als kleines Mädchen in meinen Bilderbüchern - wie Alice oder die Time Bandits falle ich in das Zeit- und Bilderloch!

Interessanterweise befinde ich mich aber auch gleichzeitig in der Rolle des Beobachters, und schmunzle als Außenstehende über die Abenteuer des Emanuel Schikaneder und seiner Schauspielertruppe und die Parallelen zu unserer heutigen Zeit!

Die Interpretation von Emanuel Schikaneder's Art zu sein, sollte uns daran erinnern, dass wir alle gleichzeitig Darsteller, Regisseure und Zuschauer in dem Improvisationstheater unseres eigenen Lebens sind.

Wir alle können wie er die Welt nicht von heute auf morgen ändern, sehr wohl aber die Art wie wir sie wahrnehmen!

Und wenn wir es zulassen, die Welt neu zu sehen, kann aus jeder unserer Entscheidungen der Auftakt zu einem neuen Abenteuer werden, in dem jedes Glas mindestens halb voll ist !

P.S.: Die Darsteller sind einfach wunderbar!

Es sei mir nachgesehen, dass ich mich an dieser Stelle erstmal auf die zwei gestern bei der Vorpremiere anwesenden Darsteller beschränke ...

Max von Thun, im Fernsehen meist in etwas eindimensionalen Rollen verbraten, die in erster Linie auf seiner physische Attraktivität setzen, kann hier endlich einmal beweisen, was für ein ausgezeichneter Schauspieler er ist!

Maxi Schafroth als Rebell wider Willen bringt einen mit seiner tragischen Komik zum Lachen und Leiden, die gepaart mit dem Allgäuer Dialekt und Charme mein Krebsfrauenherz jenseits der 40 voll in die mütterliche Mitte trifft, nur noch wünschend, dass "der Bua' endlich sei Madel kriagt!".

Einmal mehr unterstützt bei der Realisierung dieses Wunsches in der Manier des Cyrano de Bergerac Max von Thun als Emanuel Schickaneder in einer Szene, in der er in mephistopheleswürdiger Weise die Worte zur Verführung der schönen Babette liefert, die dem Volksheld Vester als Mensch der Taten nicht von der Zunge gehen können und wollen... - herrlich!


Mein Fazit:
Unbedingt anschauen - am Besten mit der ganzen Familie!
Perfekt dazu sind die "Tage zwischen den Jahren" - also nächste Woche ... :-)

 
Die "Innen-ist-Außen"-Perspektive
Geschrieben von: Andra von Avalon
2012 - Newsflash


(c) Photo by Darren van Dole

Gedanken aus einem Brief an einen Freund


Lieber Freund,

Ich genieße es sehr, in diesen außergewöhnlichen Zeiten zu leben.
Was gerade in unserer Welt passiert ist so erstaunlich!

Wer hätte denn vor 4 Jahren an den Domino-Effekt gedacht, der die totalitären Regime in Ägypten, Marocco, Tunesien und Libyen fallen ließ?

Wer hätte erwartet, dass nachdem Angela Merkel erst die Betriebszeit von Kernkraftwerke sogar verlängert hatte, plötzlich das Deutsche Volk nicht mehr länger bereit ist, bei dieser Vogel-Strauss-Politik mitzuspeielen, und dass nun das ganze Atomkraft-Thema komplett neu überdacht und aufgesetzt werden soll?

Wer hätte jemals geglaubt, dass das Japanische Volk auf den Strassen von Tokyo protestieren würde, statt sich weiter entsprechend des Japanischen Sittenkodex zu verhalten - aber was bedeutet das Verlieren des Gesichts im Vergleich dazu, seine Lieben, seine Gesundheit und sein Leben zu verlieren?

Überall begegnet mir Veränderung und Wandel - in der Welt vor meiner Haustür und genauso in mir selbst.

All die Flutkatastrophen, Erdbeben und Revolten in der weiten Welt spiegeln sich im Kleinen in mir in Form von veralteten, überflüssig gewordenen Überzeugungen, Ängsten und Verhaltensmustern.

Hinter mir liegen zwei Jahr, die ich genutzt habe, um in die Tiefen meine Seele abzutauchen, meine Abgründe zu erforschen und auszumisten - und da der Keller unseres Hauses
in gewisser Weise dem Unterbewußtsein entspricht wird auch da laufend ausgemistet und aussortiert ... 

Es gibt für alles seine Zeit -  und zu lernen, dabei auch mit uns selbst Geduld zu haben, loszulassen und zu vertrauen ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg durch das Labyrinth des Lebens.  

Namaste,
Andra

P.S.: Gerade stellte Josh Groban im Frühstücksfernsehen sein neues Lied "Hidden Away" vor...
Wunderschön iund berührend - Schauer liefen mir den Rücken hinunter!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. November 2019 um 15:11 Uhr
 
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